Deutsch-Französischer Kulturrat - I. Einreisevorschriften für Deutschland und Frankreich

I. Einreisevorschriften für Deutschland und Frankreich


1. Regeln für die Einreise nach Frankreich


1.1 Personen, die aus dem europäischen Raum einreisen

Die Einreise aus dem europäischen Raum (EU-Mitgliedstaaten [außer Spanien], Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Schweiz, Vatikanstadt) ist seit dem 15. Juni 2020 wieder ohne Einschränkungen möglich.


1.2 Personen, die von außerhalb des europäischen Raums einreisen

Im Zusammenhang mit der Wiederöffnung der Grenzen und immer noch mit dem Ziel, die Ausbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen, treten ab 1. August 2020 präventive Grenzüberwachungsmaßnahmen seitens bestimmter Länder in Kraft.

Frankreich stellt mehrere Listen zu Staaten bereit, in denen sich das Virus aktiv ausbreitet - je nach Infektionsgefahr im entsprechenden Land (Risikogebiete). Die Liste der betroffenen Länder, welche mindestens alle 15 Tage aktualisiert wird, ist auf der Website des französischen Ministeriums für Europa und Äußeres verfügbar.

- Wenn Sie aus Ländern kommen, in denen sich das Virus nicht aktiv ausbreitet (kein Risikogebiet), unterliegen Sie keinen Beschränkungen bei der Einreise nach Frankreich.

- Aus Ländern, in denen sich das Virus derzeit aktiv ausbreitet, müssen Sie vor der Reise mehrere Dokumente bei sich tragen:

- Falls Sie aus Ländern einreisen, in denen sich das Virus sehr aktiv ausbreitet:


1.3 Personen, die vom Ausland in ein französisches Übersee-Gebiet reisen

Wenn Sie in ein französisches Übersee-Gebiet reisen, unabhängig davon, wo sich Ihr Abflugort befindet, werden Sie nach dem Ergebnis eines RT-PCR-Tests gefragt, welcher weniger als 3 Tage vor Ihrem Flug gemacht worden ist.

Wenn Sie von Französisch-Guayana, Mayotte, Französisch-Polynesien, Neukaledonien sowie den Wallis- und Futuna-Inseln ein- oder abreisen, werden Sie darüber hinaus gebeten, eine entsprechende Bescheinigung vorzulegen.

Für weitere Informationen, können Sie sich an folgenden Instanzen wenden:


2. Regeln für die Einreise nach Deutschland

Mit der Entscheidung, keine Binnengrenzkontrollen mehr durchzuführen, ist es nicht mehr notwendig, einen triftigen Grund für die Einreise aus anderen EU-Ländern nach Deutschland nachzuweisen. Dies gilt auch für Einreisen aus den assoziierten Schengen-Staaten Norwegen, Liechtenstein und Island sowie aus der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.

Allerdings kann, wegen der aktuellen Covid-19 Pandemie, bei einer Einreise aus Risikogebieten (mehr als 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner) eine 14-tägige Quarantäne verordnet werden.


2.1 Quarantänevorschriften bei der Einreise nach Deutschland

Quarantänevorschriften sind immer dann einzuhalten, wenn sich Reisende innerhalb der letzten 14 Tage vor der Einreise nach Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

Reisende, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen:

Die Liste der Risikogebiete wird auf Grundlage einer gemeinsamen Analyse durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erstellt, und auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht. Die Liste der Risikogebiete bezieht sich auf die Quarantänevorgaben für Einreisende. Durch die Quarantäne soll verhindert werden, dass sich Covid-19 durch Reisende in Deutschland verbreitet.

Anmerkung: Die Pflicht zur häuslichen Isolation besteht nicht bei reinem Transit (Durchreise). Reisende sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

--> Es kommt auch darauf an, in welches Bundesland der Bundesrepublik Deutschland Sie einreisen. Hier können Länderspezifische Bestimmungen zur Quarantäne-Regelung gelten (Im Bundesland Saarland wird die Quarantäne und Test-Pflicht erst bei einem Aufenthalt von mehr als 72 Stunden in einem Risikogebiet verordnet). Bitte informieren Sie sich hierfür auf den spezifischen Internetseiten des jeweiligen Bundeslandes.

Ausnahme für die Quarantäneverordnung ist ein anerkanntes negatives Testergebnis. Wenn Reisende nachweisen können, dass sie nicht mit dem Virus SARS CoV-2 infiziert sind, gelten diese Quarantäneregelungen nicht.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der entsprechende Test darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein. Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob vor oder nach Einreise getestet wurde - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werden. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Ein Merkblatt des RKI zur häuslichen Quarantäne finden Sie hier.


2.2 Künftige Pflichttests bei Einreise aus Risikogebiet

Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, dass für Einreisende aus Risikogebieten künftig eine Testpflicht bestehen soll. Nachdem ein negatives Testergebnis vorliegt, entfällt abhängig von den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes gegebenenfalls die restliche Quarantäne.

Für Reisende aus Nicht-Risikogebieten sollen nach dem Beschluss der Gesundheitsminister freiwillige Tests innerhalb von 72 Stunden angeboten werden, jedoch nicht direkt am Flughafen.

Unabhängig vom Abflugort werden die Tests kostenfrei sein. Für Details sollten sich Reisende beim Gesundheitsministerium, ihrem Flughafen und den zuständigen Landesbehörden informieren.

Weitere wichtige Informationen finden Sie nachstehend:



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