Deutsch-Französischer Kulturrat - Detail

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Franz Seitz

Franz Seitz - Pseudonym: Georg Laforet - (†), geboren am 22. Oktober 1921 in München, war ein deutscher Filmproduzent, Filmregisseur, und Drehbuchautor.
Seitz ist der Sohn des bekannten UFA-Filmregisseurs Franz Seitz und der Schauspielerin Anni Terofal, der Tochter von Xaver Terofal, dem Gründer des Schlierseer Bauerntheaters.
Nach Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, einigen Semestern Studium der Medizin sowie vorübergehender Tätigkeit als Kunstmaler wandte sich Seitz dem Metier seines Vaters zu. 1952 gründete er mit Jochen Genzow die Produktionsfirma Ariston-Film und arbeitete zunächst noch eng mit seinem Vater zusammen. Anfangs produzierte er, teils noch gemeinsam mit ihm, Heimatfilme. 1956 gründete er in München seine „Franz Seitz Filmproduktion“.

In den 60er Jahren folgten dann vorwiegend Filmkomödien. Ganz besondere Popularität erreichten seine an Ludwig Thoma angelehnten Lausbubengeschichten und die ähnlich erfolgreichen Lümmel-Filme, bei denen ebenfalls Hansi Kraus die Hauptrolle spielte.
Später folgten Literaturverfilmungen, wobei eine besondere Neigung zu Vorlagen von Thomas Mann bestand. Er arbeitete mit Regisseuren des Neuen Deutschen Films wie Volker Schlöndorff zusammen und führte auch mehrmals selbst Regie. Sein größter Erfolg war die Auszeichnung mit dem Oscars im Jahr 1980 für die Verfilmung von Die Blechtrommel (Regie Volker Schlöndorff).
Franz Seitz wurde 1981 Vorsitzender des Verbands deutscher Spielfilmproduzenten e. V. und hatte als führendes Mitglied in mehreren weiteren Verbänden Einfluss auf die bundesdeutsche Film- und Fernsehproduktion.
Franz Seitz starb am 19. Januar 2006.
Er war bis zuletzt mit großem Engagement in seinem Beruf tätig und wurde 84 Jahre alt.

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