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Organisation und Zusammensetzung

Interne Struktur

Der Deutsch-Französische Kulturrat (DFKR) besteht seit dem Jahr 2010 aus 12 Mitgliedern, davon – 6 aus jedem Land – (davor je 10 Mitglieder). Die Mitglieder wählen aus ihren Reihen einen deutschen und einen französischen Präsidenten, die abwechselnd die Federführung übernehmen und die Sitzungen leiten. Die Arbeit des Rates wird von zwei Generalsekretariaten koordiniert. 

Die französischen und deutschen Delegationen treffen sich zweimal jährlich im Rahmen von Plenarsitzungen, abwechselnd in Frankreich und in Deutschland. An den Plenarsitzungen nehmen neben Vertretern der zuständigen Ministerien bzw. der KMK auch Experten zu bestimmten Themen teil. Zusätzlich finden mehrmals im Jahr Präsidiumssitzungen, Sitzungen der deutschen bzw. französischen Mitgliedern sowie Arbeitsgruppen statt.

Die Mitglieder

Die Mitglieder sind Kulturschaffende aus beiden Ländern, die unterschiedliche Bereiche der Kultur - Literatur, Musik, Bildende Kunst, Film, Theater, Medien und Wissenschaften - vertreten. Sie tauschen sich regelmäßig über ihre Standpunkte und/oder neuen Formen und Inhalte der kulturellen Zusammenarbeit aus und legen gemeinsame Ziele fest. 

Die Mitglieder des Rates sind als unabhängige Künstler oder als Kunst- und Kulturvermittler nicht nur in ihrem eigenen Fachgebiet kenntnisreiche Experten, sondern können mit ihrer kulturellen Sicht auf Fragestellungen, ihrem Umgang mit Themen und ihren Möglichkeiten, Probleme zu behandeln und Lösungen anzugehen, eine ausgezeichnete Beratungstätigkeit leisten. Der binational besetzte Rat fungiert als Schnittstelle zwischen der öffentlichen Hand und den Kulturschaffenden aus Deutschland und Frankreich. Der Rat dient ebenso als eine Plattform für den Informationsaustausch zwischen beiden Ländern, deren politische und administrative Strukturen sich erheblich unterscheiden. Neben einem sektorbezogenen deutsch-französischen Austausch ergibt sich damit auch eine interdisziplinäre und länderübergreifende gegenseitige Bereicherung.

Seit seiner Gründung hatte der DFKR sechs Mandate in unterschiedlicher Zusammensetzung: 1988-1992; 1993-1996; 1997-2000; 2001-2004; 2005-2009 und 2010-2014. Im Jahr 2015 wurden von den beiden Regierungen die derzeit amtierenden deutschen und französischen Mitglieder berufen (7. Mandat).

++Info++

Die Biographien der deutschen und französischen Mitglieder - sowohl der ehemaligen als auch der neuen Mitglieder finden Sie unter „Mitglieder” auf unserer Webseite. 


Institutionelle und finanzielle Träger

Als Beratungs- und Koordinationsorgan ist der Deutsch-Französische Kulturrat (DFKR) auf  die Unterstützung des französischen und deutschen Außenministeriums, des französischen Kulturministeriums und des deutschen Kulturstaatsministers,  der Kultusministerkonferenz und des Bevollmächtigten für die deutsch-französischen kulturellen Angelegenheiten sowie auf Kooperationen mit vielen anderen Organisationen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen angewiesen.

Der Rat wird von den politisch Verantwortlichen als Partner ernst genommen und seine Empfehlungen werden zur Kenntnis genommen. Um seine Aufträge erfolgreich zu erfüllen, ist das unmittelbare Gespräch mit der politischen Führungsebene in den beiden Außenministerien, im französischen Kulturministerium, mit dem deutschen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bevollmächtigten für die deutsch-französischen kulturellen Angelegenheiten wesentlich. Das wurde im Gründungsnotenwechsel vom 22. Januar 1988 festgelegt. 

Auf französischer Seite unterstützen das Außenministerium und das  Ministerium für Kultur und Kommunikation das französische Generalsekretariat des Rates, das häufig seinen Standort (Paris, Fontevraud, Berlin, Chaumont sur Loire, Berlin) wechselte und seit 2015 im französischen Konsulat in Saarbrücken angesiedelt ist.

Das deutsche Generalsekretariat ist seit seiner Gründung in Saarbrücken angesiedelt und wird anteilig vom Bund und den deutschen Bundesländern finanziert. Eine Verwaltungsvereinbarung wurde am 23. Oktober 1989 von der Bundesrepublik Deutschland und dem Saarland über die Ausführung der im Notenwechsel vom 22. Januar 1988 formulierten Aufgaben sowie eine gemeinsame Finanzierung unterschrieben. Die deutschen Bundesländer finanzieren das Sekretariat gemeinsam aufgrund eines im Jahr 1949 in Deutschland eingeführten Aufteilungsschlüssels des Länderanteils bei gemeinsamen Finanzierungen („Königssteiner Schlüssel“). 


Rechtsträgerschaft des Deutschen Generalsekretariats

Die Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit

Am 8. November 1989 wurde vom Saarland eine Stiftung des öffentlichen Rechts (www.stiftung-dfkultur.org) als Rechtsträger des deutschen Sekretariats des DFKR gegründet, um dem deutschen Generalsekretariat die im Notenwechsel postulierte staatsferne Unterbringung zu garantieren. Die Stiftung ist seit dem Jahr 2007 ebenfalls Rechtsträger des Festivals Perspectives (www.festival-perspectives.de ), welches mit einem anspruchsvollen zweisprachigen Theaterprogramm vielseitig, multidisziplinär und explizit für jedes Publikum offen ist. Der facettenreiche Spielplan erstreckt sich von Angeboten aus den Sparten Sprechtheater und Performance über zeitgenössischen Tanz, französischen Zirkus und Straßentheater bis hin zu Figurentheater und Konzerten junger aufstrebender Musikgruppen.