Deutsch-Französischer Kulturrat - Über uns

Der Deutsch-Französische Kulturrat: Ein kulturelles Symbol der deutsch-französischen Beziehungen

Geschichte

Der Deutsch-Französische Kulturrat (DFKR) wurde am 22. Januar 1988 als Ergebnis des 48. deutsch-französischen Gipfels in Frankfurt am Main von Bundeskanzler Helmut Kohl und Staatspräsident François Mitterrand ins Leben gerufen, um in Bereichen der Kunst und der Kultur der deutsch-französischen kulturellen Zusammenarbeit neue Impulse zu geben (Auszug aus der deutsch-französischen Erklärung am 22. Januar 1988 anlässlich des 25. Jahrestages des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags, des so genannten Elysée-Vertrags, der 1963 gemeinsam von Frankreich und Deutschland untergezeichnet wurde). Wichtig ist außerdem die Funktion des Kulturrates als Verbindungsglied zwischen den Regierungen beider Länder und ihren Bürger*innen.

2008 nahm der DFKR sein zwanzigjähriges Bestehen zum Anlass, eine Bilanz seiner Arbeit zu ziehen und künftige Perspektiven zu skizzieren. Die Organisation einer Konferenz hatte zum Ziel, an der Entwicklung einer europäischen kulturellen Identität durch den Dialog zwischen Deutschland und Frankreich teilzuhaben (Auszug aus dem Vorwort im Programmheft der Konferenz der beiden Präsidenten des DFKR, Nele Hertling und Jacques Toubon, 2008). Die Konferenz zum Thema "Wege nach Europa. Die Kulturpolitik Deutschlands und Frankreichs – Strategien für eine europäische kulturelle Zusammenarbeit" wurde im Rahmen der französischen Ratspräsidentschaft der EU und des europäischen Jahres des interkulturellen Dialogs am 27. und 28. Oktober 2008 vom DFKR veranstaltet. Sie fand unter der Schirmherrschaft des damaligen Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, Klaus Wowereit, im Roten Rathaus in Berlin statt. 

Zu seinem dreißigjährigen Jubiläum organisierte der DFKR im November 2018 erstmals einen Deutsch-Französischen JUGENDkulturrat. Dazu wurden 50 junge Menschen aus Deutschland und Frankreich mit Bezug zur Kulturbranche dazu eingeladen, gemeinsam mit dem DFKR eine Zukunftsvision für die deutsch-französische Zusammenarbeit im Kunst- und Kulturbereich zu entwickeln. Die Veranstaltung fand im europäischen Parlament in Straßburg statt und betonte damit die europäische Relevanz. Diese ertragreiche Verbindung von Tradition und Zukunft soll nach Möglichkeit fortgeführt werden. Seit der Unterzeichnung des Vertrags von Aachen 2019 sieht sich der DFKR einmal mehr in der Pflicht, sich für die deutsch-französische und damit auch die europäische Kulturpolitik einzusetzen. Der Vertragsschluss ermutigt und unterstreicht die Wichtigkeit einer weiteren Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen, auch in kultureller Hinsicht.

Die Weiterführung des Deutsch-Französischen Kulturrates über sein dreißigjähriges Bestehen hinaus und die Berufung neuer französischer und deutscher Mitglieder zeigt das deutliche Interesse der politischen Auftraggeber an der Arbeit des Deutsch-Französischen Kulturrates.


Historischer Hintergrund

Der Deutsch-Französische Kulturrat in der Nachfolge des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags (Elysée-Vertrag, 1963)  

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der Präsident der Republik Frankreich, Charles de Gaulle, und der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, den als Elysée-Vertrag bezeichneten deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Ziel dieses Vertrages war die Versöhnung zwischen den beiden Ländern, er steht seitdem als Symbol für das Ende jahrzehntelanger Rivalität und des Krieges. Die enge Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich bildet die Grundlage für ein geeintes Europa.



Ausdrucken  Fenster schließen